Über mich und meine Entscheidung, als Berufsbetreuer zu arbeiten

Von meiner Ausbildung her bin ich Diplom Volkswirt und habe mein ganzes Leben im Vertrieb gearbeitet. Im Vertrieb habe ich alle Karrierestufen von der Sachbearbeitung bis zum Geschäftsführer durchlaufen. Beschäftigt war ich in mittelständischen Unternehmen und internationalen Konzernen.

Finanzwissenschaft, Betriebswirtschaft und Kommunikation mit Mitarbeitern und Kunden haben mein Berufsleben geprägt. Verhandlungen bis auf höchste Unternehmensebenen, national und international, waren mein Geschäft. 

Geld verdienen für das Unternehmen und für mich war immer wichtig und hat hervorragend funktioniert. Meine Zeit floss hauptsächlich in meine Arbeit, die Wochenenden gehörten der Familie.

Die Entscheidung, Management und Vertrieb nicht mehr bis zu meinem beruflichen Ruhestand weiter zu führen, ergab sich daraus, dass ich mich als Mensch weiterentwickelt habe und andere Lebensinhalte und die Zeit für mich selbst mehr Priorität gewonnen haben.

Heute habe ich mehr Zeit für meine Frau, meine Familie, meine Freunde und meine Hobbies. Ich arbeite, um zu leben und lebe nicht mehr nur, um zu arbeiten. Der Weg bis heute war nicht leicht, aber es geht mir heute besser als vor zehn Jahren.

Aus meinem Berufsleben habe ich viel Erfahrung mit Kommunikation, Gesprächsführung, Mitarbeiterführung, Unternehmensplanung und -organisation und Vertragsrecht mitgenommen. Berührungsängste gegenüber Menschen, Behörden, Organisationen und Institutionen sind mir fremd. 

Mein beruflicher Werdegang und die Suche nach einer sinnvollen Beschäftigung waren die Basis für die Entscheidung Berufsbetreuer zu werden.

Im Grunde hat mich meine Frau auf die Berufsbetreuung gebracht. Sie ist Sozialpädagogin und hat die Fähigkeit, Menschen gut einzuschätzen. Sie arbeitet auch mit Berufsbetreuern zusammen und hat mir in vielen Gesprächen, den Mehrwert der Arbeit eines Berufsbetreuers erläutert. So war am Anfang die Entscheidung gefallen, mir das notwendige Wissen im Betreuungsrecht und in der Betreuungspraxis anzueignen und eine entsprechende Ausbildung zu machen. Sachkundeprüfungen und Ausbildungsnachweise während der Ausbildung, eine Eignungsprüfung bei der Betreuungsbehörde und die Registrierung beim Amtsgericht Ansbach bildeten den Abschluss.

Jetzt bin ich Berufsbetreuer. Für mich ist das eine sinnvolle Arbeit, bei der ich Menschen mit Hilfebedarf unterstützen kann. Das ist zufriedenstellend und erfüllend. Ich versuche, offen auf andere zuzugehen und bin im Gespräch bestrebt, die Position des Gegenübers zu verstehen und zu respektieren. Ich weiß, dass ich noch Raum habe, mich weiterzuentwickeln und mit Selbstreflexion ist das auch möglich, wenn auch nicht immer leicht. Meine Entscheidung, den Beruf zu wechseln, habe ich bis heute nicht bereut.

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Freundlichkeit

Nichts baut größere Brücken als Freundlichkeit. Wer ein Lächeln schenkt, bekommt es auch zurück.

Lernbereitschaft

Ich bin bereit, täglich dazu zu lernen: Fachlich und menschlich. Ich möchte mich verbessern.

Kommunikation

Ich suche das Gespräch mit meinem Umfeld. Miteinander reden hilft Lösungen zu finden.

Kreativität

Nicht alle Betreuten können mit uns sprechen. Musik, Bilder und verschiedene Herangehensweisen helfen, Kontakt aufzubauen. Dafür braucht es oft kreatives Denken und Handeln.

Emotionalität

Es ist immer wichtig, alle Ebenen einer Nachricht zu beachten. Reaktionen, Emotionen und Verhalten sind wichtiger als der reine, sachliche Inhalt einer Nachricht.

Zuverlässigkeit

Zusagen werden eingehalten; ein Ja ist ein Ja, ein Nein ist ein Nein.
Ich versuche, in meiner Arbeit transparent zu sein. Und sollte mal etwas nicht geschafft werden, informiere ich zeitnah darüber.

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